El Cachucho - Die Picos de Europa des Meeres

Das Reich der Riesenkalmare

El Cachucho (Le Danois Bank) ist der Name eines submarinen Gebirges, das der Sierra del Sueve in Asturien vorgelagert ist.

 

Die einzigartige Unterwasserwelt vor der asturischen Küste ist ein spektakuläres Naturparadies unter dem Meeresspiegel. Es ist das Reich der Calamares Gigantes, darunter der Riesenkalmar Architeuthis dux.

 

Die Gipfel des Gebirges waren einst über dem Wasser. Sie sind jetzt etwa 400 Meter unterhalb der Meeresoberfläche. Die steil abfallenden Hänge des Unterwassergebirges reichen bis in eine Tiefe von etwa 5.000 Metern. Die einzigartige Vielfalt der Lebensformen und die Besonderheiten der Unterwasserwelt von El Cachucho haben die spanische Regierung dazu veranlasst, dieses Gebiet als den ersten Meeres-Nationalpark Spaniens unter Schutz zu stellen.

 

Nachdem in den 1920er Jahren bereits die nahe gelegenen Picos de Europa als erster Nationalpark Spaniens ausgewiesen wurden, gilt dies nun auch für die "Picos de Europa des Meeres". In Ribadesella (Faro de Ribadesella) soll demnächst das Forschungs- und Informationszentrum des Nationalparks entstehen.

 

Mega-Canyons vor der asturischen Küste

Internationale Teams erforschen seit einigen Jahren die nordspanische Küste. Zu den prioritären Projekten gehört die einzigartige Unterwasserwelt Asturiens.

 

Neben dem submarinen Gebirge El Cachucho interessieren sich die Forscher vor allem für die Schluchten, die aus der Tiefsee wie ein Keil bis fast an die Strände um Avilés, Lastres und Llanes reichen.

 

Diese küstennahen Mega-Canyons weisen eine hohe Artenvielfalt auf und beherbergen seltene Meeresbewohner. Sie gehören zu den Naturwundern Asturiens. Artenreiche Korallenriffe sind hier zu finden, auch Delfine, Wale (Phocoena phocoena), Meeresschildkröten und seltene Tiefseehaie.

 

Hier einige Impressionen aus dem Avilés-Canyon:

Die legendären Meeresgiganten

Einzigartig ist die Anzahl und der Artenreichtum der hier vorkommenden Riesenkalmare, die Calamares Gigantes, darunter Architeuthis dux und der Dana Octopus Squid Taningia danae. Die Riesenkalmare sind noch kaum wissenschaftlich erforscht. Ein vergleichbares Rückzugsgebiet dieser Meeresgiganten ist bisher nur aus Neuseeland bekannt.

 

An der asturischen Küste gibt es viele Geschichten und Legenden rund um die gigantischen Geschöpfe der Tiefsee. Sie können 1.000 kg schwer und 15 Meter lang werden. Manchmal werden tote Exemplare an den Stränden Nordspaniens aufgefunden. Im westasturischen Luarca befindet sich die weltweit größte Sammlung von Riesenkalmaren.

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