El Sueve – Eine Wanderung zum Pico Pienzu

Morgendämmerung im Sueve

Früh am Morgen, wenn im Tal noch ein Nebelvorhang den Blick zum Himmel versperrt, dann strahlt dieser einzigartige Ort im Norden der Iberischen Halbinsel seine ganze Schönheit aus. Bei Tagesanbruch, wenn sich die Sonne ihren Weg durch den Morgennebel bahnt und die Morgenröte den Horizont erhellt, dann kann die Wanderung durch die Sierra del Sueve zu einem besonderen Erlebnis werden.

 

Einzigartig ist dieser Ort schon dadurch, dass sich nirgendwo auf der Iberischen Halbinsel ein Bergmassiv in unmittelbarer Nähe zum Meer so abrupt und hoch über den Meeresspiegel erhebt.

 

Die Sierra del Sueve eröffnet von ihren Höhenlagen aus einen atemberaubenden Blick auf das Meer und auf die nordspanische Bergwelt. Das Zusammenfließen von Berghöhen und Meeresweiten ist im Sueve in besonderer Weise erfahrbar. Dies erleben viele Pilger des Jakobusweges auf ihrer Reise nach Santiago de Compostela seit Jahrhunderten. Die Küstenroute des Wallfahrtsweges führt durch den nördlichen Teil der Sierra del Sueve. Hier befinden sich einige interessante Zwischenstationen auf dem Sternenweg in Asturien.

Mirador del Fito

Die Aussichtsplattform Mirador del Fito ist ein beliebter Startpunkt, um die Bergwelt des Sueve zu erkunden.

 

Die Anfahrt erfolgt über die AS 260, auf halber Strecke zwischen den Orten Colunga und Arriondas im östlichen Asturien.

 

Zwischen Bergen und Meer bietet dieser Aussichtspunkt herrliche Panoramablicke auf die Picos de Europa und die Küste von Lastres bis Ribadesella.

 

Die Farbenspiele des Sonnenlichts in den Picos de Europa sind spektakulär und vom Mirador del Fito aus besonders gut zu beobachten: Zuweilen schleicht sich die Sonne hinter die Berge und lässt mit ihren ersten Strahlen die Berggipfel der Picos zartrot erglühen. Die Abendsonne tränkt die Berge in feurig leuchtendes glutrotes Licht und verwandelt die bizarren Felswände in Kathedralen des Lichts.

 

Vom Mirador del Fito aus führt ein Wanderweg unterhalb einer Schutzhütte in Richtung der Majada del Bustacu und dann steil bergauf zum Berggipfel der Sierra del Sueve: Pico Pienzu.

 

Folgt man dem Weg von der Majada del Bustacu hinunter zum Meer, dann gelangt man zunächst durch einen kleinwüchsigen Wald zu einigen Hütten und zur Weide Perfeches. Ab hier führt der Weg durch einen Wald mit alten Eichen, Birken und Stechpalmen (La Viescona). Hier sind versteckte kleine Waldpfade und geradezu magische Orte zu finden, uralte Bäume, karstige Felsen und frisches Quellwasser, das aus sattgrünen moosbehangenen Galerien der Natur hervorsprudelt.

 

La Cruz del Pienzu

Der direkte Weg hinauf zum Gipfelkreuz des Pienzu (1.161m) ist etwas beschwerlich. Schöner ist der Aufstieg von der linken Seite des Pienzu. In einem Halbkreis gelangt man dann auf einem Weg durch karstige Felslandschaft hinauf zum Berggipfel mit einem 15 Meter hohen weithin sichtbaren Eisenkreuz.

 

Neben einem malerischen Blick auf die Küstendörfer und die goldenen Sandstrände eröffnet sich von den Höhen des Bergmassivs die Weite des Atlantischen Ozeans auf der einen Seite und die bizarre asturische Bergwelt mit den Picos de Europa und Covadonga auf der anderen Seite. An manchen Tagen reicht der Blick bis über Gijón und Oviedo hinaus. Vom Pico Pienzu aus ist dann der gesamte Sternenweg entlang der grünen Küste Asturiens zu überblicken und ebenso die Bergwelt mit den UNESCO-Biosphärenreservaten.

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