Biosphärenreservat Redes und Umgebung

Naturraum

Das Reservat von Redes befindet sich westlich der Picos de Europa.

 

In den Gemeinden von Caso und Sobrescobio gelegen, umfasst der Naturpark von Redes eine Fläche von 377 km². Im Westen schließt sich mit einer Fläche von 132 km² das Naturschutzgebiet Cuencas Mineras an.

 

Im Osten grenzt der Naturpark von Ponga (205 km²). Im Gebiet von Ponga befindet sich das Naturreservat von Peloño. Insgesamt erstreckt sich dieser großflächige geschützte Naturraum von Redes, Ponga und Cuencas Mineras auf etwa 714 km². In östlicher Richtung geht dieser Naturraum über in den Nationalpark Picos de Europa.

 

Die Naturparks von Redes und Ponga sowie das Naturschutzgebiet Cuencas Mineras formen einen noch wenig bekannten großflächigen Naturraum mit Kulturlandschaften und Gebirgszügen. Der Reichtum des Naturraums zeigt sich in einer Vielzahl von Landschaften und Kontrasten: Gletscherausbildungen, Karstformen, Höhlen und weite Weideflächen, Berge und ausgedehnte Waldgebiete. Die Flüsse bilden große Auenlandschaften und tiefe Schluchten aus Kalkstein, wie der des Río El Alba.

 

Prägend sind auch die großen Stauseen der Region. Der Stausee in Rioseco liefert das Trinkwasser für Oviedo, Gijón, Avilés und andere Städte. Ein weiterer Stausee (in Tanes) dient der Energieversorgung.

 

Vegetation und Tierwelt

Etwa 60% des Gebietes von Redes und Ponga sind Waldlandschaften. Fast 35% sind gut erhaltene Kastanienwälder.

 

Große Buchen- und Eichenwälder befinden sich im Bereich der Quellgebiete der Flüsse Nalón, Ponga und Sella und in den Tälern von Peloño, Redes sowie im Valle Moro. Die ausgedehnten Waldflächen dieses Naturparks sind in den Höhenlagen zwischen 500 und 1.700 Metern anzutreffen.

 

Die südlich gelegene Hochregion des Parks ragt weit über 2.000 Meter in den Himmel empor. Ausgedehnte Weideflächen, Streuobstwiesen, Heckenlandschaften und kleinbäuerliche Viehwirtschaft sind charakteristisch für die tiefergelegenen Landschaftsräume des Naturparks. Zahlreiche seltene Pflanzenarten sind in diesem Naturraum beheimatet. Darunter beispielsweise eine asturische Unterart aus der Familie der Narzissen: Narcisus asturiensis.

 

In diesem Naturraum ist auch die gesamte Fauna Asturiens zu Hause, also auch Bären, Wölfe, Geier- und Adlerarten. Etwa 50 Säugetierarten und 130 Vogelarten sind hier zu finden. Steinadler, Schmutzgeier, Habichte und Wanderfalken haben in diesem Raum ihr größtes Verbreitungsgebiet in Asturien. Die größten Gemsenvorkommen Asturiens finden sich in den Bergen von Caso und Ponga. Fischottern sind in praktisch allen Flüssen des Parks beheimatet. Auch der Auerhahn ist hier noch häufig zu hören.

 

Das in einer Höhe ab 900 Metern gelegene Naturreservat von Peloño, im südöstlichen Teil des Naturraums Ponga, grenzt an die Provinz Leon. Es ist ein dichtes Mischwaldgebiet mit autochthonen Baumarten. Hier leben Braunbären, größere Gämsenherden und Wölfe. Der Schutz des Peloño-Waldes ermöglicht auch die Präsenz des Auerhahns, der hier eines seiner wichtigsten Verbreitungsgebiete hat.

 

Lage und Infos

Aus Richtung Oviedo erfolgt die Anfahrt zum Reservat von Redes über die AS-17 bis Rioseco oder bis Campo de Caso.

 

Aus Richtung Osten fährt man von Infiesto auf der AS-254 bis zum Hauptort des Naturparks: Campo de Caso. Dort ist der Sitz des Informationszentrums Centro de Recepción e Interpretación de Redes.

 

Nach Ponga gelangt man ab Arriondas über Cangas de Onis auf der N-625 und dann auf der AS-261 bis Sellaño und Beleño. Eine weitere Anfahrt führt von Arriondas auf der N-634 in Richtung Infiesto. Nach dem Weiler Soto de Dueñas führt eine Straße links in Richtung Sellaño und Beleño.

 

Gemeinden des Gebietes sind: Ponga, Caso, Sobrescobio und die Gemeindebezirke der Comarca del Nalón und Cuencas Mineras (Langreo, Laviana, Mieres und San Martín del Rey Aurelio)

 

Informationsbüros der Gemeinden befinden sich jeweils in der Ortsmitte. Das Empfangszentrum der Parkverwaltung Redes ist in Campo de Caso. Ein weiteres Informationszentrum des Biosphärenreservats ist La Casa del Agua in Rioseco.

Biosphärenreservate in Asturien:

Somiedo

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