Gallaecia Sueva - Das geheimnisvolle Erbe der Sueven in der Sierra del Sueve

"Der Name der Sierra del Sueve erinnert uns daran,

dass hier die Sueven germanischer Herkunft siedelten,

die im Jahre 409 nach Spanien kamen 

und sich in dieser Gegend 

mit den Goten arrangieren mussten."

(Álvaro Galmés de Fuentes) 

Gallaecia Sueva - Lastres und der Monte Sueve Lastres und der Monte Sueve

Spuren der Sueven gibt es hier nicht. Die Sueven waren in Galicien, aber hier nicht.“

 

Diese noch weit verbreitete Überzeugung hört man oft im Gebiet rund um die Sierra del Sueve.

 

Daher ist es auch nicht verwunderlich, dass der Name des Gebirges selten mit der germanischen Völkergemeinschaft in Verbindung gebracht wird.

 

Die Sueven, die im Jahre 409 nach Hispanien kamen, gründeten im Jahre 411 ein Königreich in der römischen Provinz Gallaecia. Die nordöstliche Grenzregion des Königreichs bildete über viele Jahre der Río Sella und die Sierra del Sueve. 

 

Auf den Spuren das vergessenen Königreichs der Sueven

In der historischen Bewertung spielen die Sueven in Asturien bisher eine untergeordnete Rolle. Die Epoche des suevischen Königreichs soll unbedeutend und ohne Folgen für die historische Entwicklung geblieben sein. Irgendwelche Spuren archäologischer oder toponymischer Art seien in Asturien nicht vorhanden.

 

Archäologische Funde, die auf germanische Traditionen hindeuten, wurden bis vor wenigen Jahren als Zufallsfunde außerhalb des historischen Kontextes angesehen. Folgerichtig wurde der Name der Sierra del Sueve auch nicht mit den Sueven in Verbindung gebracht, sondern von dem römischen Gott Jupiter abgeleitet. Der Name des Küstengebirges habe nichts mit den Sueven zu tun und Sueven hätten auch nie in der Sierra del Sueve gelebt.

 

Doch im Lichte neuer Erkenntnisse ergibt sich heute ein erweitertes Bild des Königreichs der Sueven in Asturien. Es spricht sogar vieles dafür, dass Sueven in der Sierra del Sueve gelebt haben, die aufgrund ihrer besonderen Rolle, ihrer sozialen Stellung und ihrer Bedeutung für historische Ereignisse, im Namen des Gebirges in Erinnerung geblieben sind, so wie es der oben zitierte Chronist und Sprachwissenschaftler Álvaro Galmés de Fuentes schon lange vermutet hatte.

Buchtipp:

Priscillians Vermächtnis auf dem Sternenweg: Der Ruf des Sueve

Priscillians Vermächtnis auf dem Sternenweg

"Priscillians Vermächtnis auf dem Sternenweg" ist die Geschichte einer Spurensuche. Ausgehend von der Frage nach der Namensherkunft des Monte Sueve nimmt die Suche eine abenteuerliche Wendung in ein Grenzland, in dem Erinnerungen erwachen, die heute auf eine neue Weise bedeutsam sein könnten. Der Autor folgt dem „Ruf des Sueve“.

 

Die Reise führt zunächst zu den Ursprüngen des Sternenweges und zur Entstehung des Jakobusweges, Jahrtausende zurück zur Megalithkultur entlang des Sternenweges, zu vorrömischen Sonnenkulten, zum römischen Gott Mithras und zu einer christlichen Gemeinde in Asturien, um dann einzutauchen in die Zeit der Völkerwanderung und die danach entstandenen Königreiche. Durch eine neue Sichtweise auf historische Ereignisse und archäologische Funde erscheinen das Königreich der Sueven und die Entstehung des Königreichs von Asturien in einem völlig neuen Licht.

 

Der Autor kommt in Berührung mit dem Vermächtnis Priscillians, einem christlichen Bischof, der im 4. Jahrhundert gelebt hat. Aus der Spurensuche wird eine Reise zum Licht ...

 

Auf der Reise werden Menschen "wiederauferstehen", die heute auf eine neue Weise zu uns sprechen. Darunter Priscillian und seine WegbegleiterInnen EUCROCIA, PROCULA, FELICÍSIMO, ARMENIO, LATRONIANO, ÚRBICA, ASARIVO, AURELIO, SIMPOSIO, DICTINIO, SEVERA MAGNENTIA. Die Reise führt auch zur Suevin Ermengon, zum Sueven Ingomar, zu Suabila, zu den Suevenkönigen Hermerich, Rechila, Rechiar und an den Königshof der ersten asturischen Könige, zu Pelayo, Fafeila, Froiliuba, Ermensinda, Froila und Adosinda.

 

Mit ihren persönlichen Namen sind neben den Königen nur wenige Sueven in Erinnerung geblieben. Es gibt kaum Gräber mit Aufschriften, die auf eine suevische Identität verweisen. Die Feuerbestattung war unter den ersten Sueven in Gallaecia weit verbreitet. Die Asche wurde mit dem Wind der Natur zurückgegeben, an einem Stein oder an Flüssen verstreut oder auch aufbewahrt.

Buchtipps:

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